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Anklam Stadtbruch und das Kamp. PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Jens   

Fotografieren in den Poldern rund um das Anklam Stadtbruch und das Kamp.

bildSchon in meiner Jugend habe ich mich dich eigentlich recht viel in der Umgebung Kamp, Anklamer Fähre und den angrenzenden Wiesen aufgehalten.

Damals bot sich mir aber ein anderes Bild. Saftige Wiesen  auf denen Kühe weideten und die Bauern Heu machten. Die Flächen waren durch Meliorationsmaßnahmen trockengelegt um sie landwirtschaftlich Nutzen zu können.

 

Nach der Wende wurde ein Grossteil der Flächen im Zuge der Renaturierung des Peennetals sich selbst überlassen und wurde zu so genannten Polder. Ein sehr umstrittener Eingriff in die Natur, um verschwundene Tierarten wieder anzusiedeln und so auch Touristen ins Land zu locken.  (link: http://www.killikus.de/kommentar/)

Aber das soll nicht der Gegenstand dieses Artikels sein.

Seit ich mich intensiv mit der digitalen Fotografie auseinandersetze und so logischerweise auch ständig in meiner Freizeit auf Motivjagd bin, habe ich die Polder im Anklamer Stadtbruch sowie rund ums Kamp für mich entdeckt.

Die Artenvielfalt ist so groß, dass ich hoffe noch einige tolle Fotos machen zu können. 206 Vogelarten, darunter Seeadler, Graureiher, Große Rohrdommel, verschiedene Schwanarten und das kleine Sumpfhuhn. Auch Biber und Fischotter könne man mit etwas Glück beobachten.

Ausgangspunkt meiner Wanderungen ist meistens das Kamp. Parken kann man mit seinem Auto direkt an der alten Zufahrt zu den Resten der Eisenbahnhubbrücke Karnin (siehe Karte). Schon auf dem Weg dorthin fährt man auf einem Deich durch eine wunderschöne und artenreiche Sumpflandschaft.

Die Artenvielfalt in diesem Gebiet ist enorm.

Bisamraten, die ihren Bau direkt an den Ufern haben und mit etwas Geduld beobachtet werden können; Graureiher, die durch faszinierende Flugmanöver ihre Beute vor den Möwen in Sicherheit bringen wollen, Schlangen und riesige Komorankolonien. Begleitetet wird man auf seinem Weg durch das aufgeregte Gezeter der Möwen, die sich scheinbar gestört fühlen und  minutenlangen Froschkonzerten oder aber auch vom geheimnisvollen Geraschel im Reet.

Aber auch die Pflanzenwelt ist dort wunderschön, manchmal auch etwas unheimlich. Großflächige, abgestorbene Walder oder aus dem Moor ragendende Baumstämme prägen das Bild. Manchmal darauf kann man einen Blick durch das bis zu 2,5m hohe Reet erhaschen. Ansonsten findet man Wasserlilien fast überall und an einigen Stellen soll’s sogar Orchideen geben.

Jedem Naturfotografen kann ich dieses Areal nur empfehlen und glaubt mir, es wird auch nach mehrmaligem besuchen nicht langweilig.

Location:

 

 

Jens Heinze

 



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